Letzte Woche habe ich über den Weg eines Möbelstücks bis in ein Zuhause geschrieben. Heute möchte ich etwas zeigen, das am Ende meines eigenen Weges entsteht — in der Werkstatt.
Es begann mit einer Frage, die mich lange nicht losließ: Warum ist das Licht der meisten Lampen so flach? Es leuchtet, gewiss. Aber es lebt nicht. Ich suchte nach einem Material, das Licht nicht nur durchlässt, sondern mit ihm spielt.
Gefunden habe ich es in PMMA-Acrylglas. Es ist ein optischer Werkstoff — aus derselben Art von Material werden Linsen gefertigt. Es lässt mehr Licht durch als gewöhnliches Glas und tut damit etwas, das kein mattierter Schirm vermag: Es führt das Licht entlang der Form, bricht es an den Kanten und verteilt es weich über die Wand. Das Licht ist kein Punkt mehr. Es wird zu Bewegung.
Und daher der Name der Serie — FLOW. Jeden Schirm forme ich von Hand, deshalb erstarrt jeder in einer etwas anderen Geste. Zwei Lampen derselben Serie sind niemals identisch — und genau darin liegt für mich ihr Wert, nicht ihr Mangel. In einer Welt, in der alles in Tausenden identischer Exemplare gegossen wird, hinterlässt die Hand eine Spur, die sich nicht nachahmen lässt.
Die erste Serie entsteht bereits. Sie wird limitiert und nummeriert sein — doch davon erzähle ich gesondert, denn das ist eine längere Geschichte.
Und zum Schluss eine Frage an Sie: Fällt Ihnen manchmal auf, wie stark das Licht einer Lampe die Stimmung eines Raumes verändert — stärker als die Farbe der Wände selbst?
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