Viele Jahre lang betrat ich, während ich meinen Partner in der Immobilienbranche begleitete, zahlreiche Wohnungen. Irgendwann bemerkte ich etwas, das sich nicht mehr übersehen ließ: Es gibt Häuser, in denen Menschen gerne leben, und andere, die ihnen still die Kraft nehmen. Die Fläche war oft gleich. Der Preis ähnlich. Und doch war der Unterschied enorm.

Lange suchte ich nach Worten für das, was ich sah. Heute weiß ich: Ein Innenraum sieht nicht nur aus. Ein Innenraum wirkt — und diese Beziehung verläuft in beide Richtungen. Im Leben mit einem mir nahestehenden Menschen mit Hörminderung und beim gemeinsamen Entdecken der Welt erlebte ich, wie manche Räume beruhigen konnten, während andere die Gefühle übermäßig anregten. Wenn ein Sinn anders arbeitet, spricht der Raum noch lauter zu uns.

Aus dieser Überzeugung entsteht Design in Europe — die Marke, die ich gerade aufbaue. Ich entwerfe individuelle Innenräume, deren oberstes Ziel das Wohlbefinden ihrer Nutzer ist, und versuche, den Weg zwischen europäischen Manufakturen und polnischen Häusern zu verkürzen. Außerdem führe ich eine handwerkliche Werkstatt, in der vom Fluss der Bewegung inspirierte Leuchten entstehen — die FLOW-Serie wird bald vorgestellt.

Ich möchte teilen, was ich gelernt habe und weiterhin lerne. Ich beginne die Serie „Was auf uns wirkt“: darüber, was die Wissenschaft über den Einfluss von Räumen auf Menschen weiß. Ohne Angstmache und ohne Wunder-versprechen. Dafür auf der Grundlage geprüfter Quellen und wissenschaftlicher Forschung — und mit Fragen, die wir uns in den eigenen vier Wänden stellen sollten.

Die erste Frage kommt am Donnerstag. Sie wird vom Licht handeln.

Was auf uns wirkt

Räume wirken auf uns, auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen. In dieser Reihe betrachten wir, wie Licht, Luft, Lärm, Temperatur, Feuchtigkeit, Materialien und der Kontakt zur Natur unser Wohlbefinden und unseren Alltag beeinflussen — gestützt auf Forschung und überprüfbare Quellen.

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