Ich beginne mit einer Frage, die ich häufig stelle: Wo sitzen Sie am längsten — und was sehen Sie dabei?
Meistens läuft es so: Wir wählen die Wohnung nach der Lage, die Möbel aus dem Katalog und den Arbeitsplatz … danach, wo gerade noch eine Steckdose frei ist. Und in Zeiten hybrider Arbeit wundern wir uns, dass uns Homeoffice-Tage stärker ermüden als Tage im Büro.
Die Wissenschaft sagt dazu etwas Wichtiges. Als das Healthy-Buildings-Team der Harvard University jahrzehntelange Forschung ordnete, nahm es Tageslicht und den Blick aus dem Fenster in die Liste der neun Grundlagen eines gesunden Gebäudes auf — neben Luft- und Wasserqualität. Nicht als Dekoration. Als Grundlage.
Probieren wir es gemeinsam aus: Setzen Sie sich dorthin, wo Sie die meisten Stunden verbringen, und prüfen Sie — wie viel natürliches Licht bekommen Sie zwischen 9 und 15 Uhr? Sitzen Sie mit dem Gesicht zum Fenster oder zur Wand?
Und wenn Ihnen die Antwort nicht gefällt? Nichts ist verloren. Manchmal reicht es, den Schreibtisch zu drehen. Aus solchen kleinen Drehungen beginnen große Veränderungen.
Am nächsten Donnerstag untersuchen wir, was die Luft im Raum mit unserem Denken macht — und die Studie, die es beschrieben hat.
Was auf uns wirkt
Räume wirken auf uns, auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen. In dieser Reihe betrachten wir, wie Licht, Luft, Lärm, Temperatur, Feuchtigkeit, Materialien und der Kontakt zur Natur unser Wohlbefinden und unseren Alltag beeinflussen — gestützt auf Forschung und überprüfbare Quellen.
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