Für das Ende der Serie habe ich das Ergebnis aufgehoben, mit dem alles begann — das älteste, einfachste und vielleicht schönste in diesem gesamten Forschungsfeld.
Wir schreiben das Jahr 1984. Der amerikanische Forscher Roger Ulrich vergleicht die Unterlagen von Patienten nach derselben Operation, im selben Krankenhaus und in nahezu identischen Zimmern. Es gibt nur einen Unterschied: Einige Fenster blicken auf eine Backsteinmauer, andere auf eine Baumgruppe. Die Patienten mit Blick ins Grüne bleiben kürzer im Krankenhaus und erhalten weniger Dosen starker Schmerzmittel. Derselbe Eingriff. Dieselbe Betreuung. Ein anderer Ausblick.
Die Studie erschien in Science und begründete in den folgenden vierzig Jahren ein ganzes Feld weiterer Forschung. Spätere Studien brachten den Blick auf Natur und den Kontakt mit Grün mit geringerer Anspannung und der Regeneration der Aufmerksamkeit in Verbindung. Biophiles Design überträgt dieses Prinzip auch auf Pflanzen, natürliche Muster und Materialien. Ich formuliere es lieber einfacher: Wir sind Tiere, die erst vor sehr kurzer Zeit nach drinnen gezogen sind. Die Sehnsucht nach draußen ist in unserem Körper geblieben.
Die gute Nachricht: Man braucht keinen Wald vor dem Fenster, um dieses Prinzip in die Wohnung zu holen. Es kann eine große Pflanze neben dem Platz sein, an dem man am längsten sitzt. Holz, dessen Maserung man sieht und unter der Hand spürt. Wolle, Stein und Leinen — Materialien, die schon vor uns auf der Welt waren. Manchmal genügt es, den Sessel so zu drehen, dass man den Himmel aus dem Augenwinkel sieht.
Dies war die siebte und letzte Folge der Serie. Ich habe über Licht, Luft, Lärm, Temperatur, Feuchtigkeit, Materialien und Natur geschrieben — über sieben Dinge, die jeden Tag auf uns wirken, unabhängig davon, ob wir darüber nachdenken. Wenn aus der ganzen Serie ein Satz bleiben soll, dann dieser: Das Zuhause ist keine Kulisse. Es wirkt mit.
Die Serie kehrt im Herbst in neuer Form zurück. Bis dahin frage ich ein letztes Mal: Was haben Sie in diesen sieben Wochen bei sich verändert? Und sei es nur eine Kleinigkeit — schreiben Sie mir; ich bin wirklich neugierig.
Was auf uns wirkt
Räume wirken auf uns, auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen. In dieser Reihe betrachten wir, wie Licht, Luft, Lärm, Temperatur, Feuchtigkeit, Materialien und der Kontakt zur Natur unser Wohlbefinden und unseren Alltag beeinflussen — gestützt auf Forschung und überprüfbare Quellen.
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